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Fastenzeit: Von grünen Smoothies, Yoga und Konsumverhalten & ein Fazit zur Saft Challenge

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Seit Mittwoch ist Fastenzeit. Bisher habe ich mir für diese Zeit nie etwas vorgenommen, aber dieses Mal lies ich mich inspirieren. Da ich nicht christlich bin bedeutet mir die Fastenzeit eigentlich nichts, aber ich finde es trotzdem schön, diesen Zeitraum zu nutzen, weil mich alleine der Gedanke, dass gerade auch ganz, ganz viele andere Menschen versuchen, zumindest für ein paar Wochen einen Aspekt ihres Lebens zu ändern um sich damit etwas Gutes zu tun, motiviert. Ich bin nicht alleine! :D Ob Fasten gut und sinnvoll ist oder ob man nicht einfach immer so leben sollte, wie es für einen selbst am besten ist, will ich hier gar nicht groß diskutieren. Ich persönlich finde es einfach spannend, etwas Neues auszuprobieren und denke, dass mir die Dinge, die ich mir vorgenommen habe nur gut tun können. Auch wenn ich hier und da meinen Schweinehund überwinden muss, aber ohne Herausforderung wäre es ja auch langweilig.

Was habe ich mir also für die Fastenzeit vorgenommen? Zuerst ließ ich mich durch die Bloggerin Mucveg und ihre Freundin vegan_and_happy über Instagram anstecken. Die beiden begannen zur Fastenzeit die “Letsbesmooth2015″ Challenge. Jeden Tag während der Fastenzeit gibt es einen grünen Smoothie und irgendeine Art von Sport bzw. Bewegung. Klingt machbar, oder? Ich hatte sofort Lust mich anzuschließen und trinke gerade während ich diesen Text schreibe schon meinen vierten grünen Smoothie in dieser Woche. Was bisher so drin war seht ihr auf den Bildern ;) Ich muss zugeben, dass der Gedanke jetzt jeden Tag einen grünen Smoothie zu trinken für mich erst gewöhnungsbedürftig war. Ich mag grüne Smoothies, aber lange Zeit ist es mir nie gelungen, selbst welche zusammen zu mixen, die mir schmecken. Probierte ich dann aber woanders welche, mochte ich sie meistens sehr gerne. Ich glaube, ich habe einfach oft zu viel Grünzeug verwendet. Meine Smoothies sind im Moment wie man sieht recht obstlastig, auch ein paar Chiasamen packe ich gerne dazu. Und dann kommt eben immer eine gute Hand voll Grünzeug rein. Im Moment mag ich Spinat am liebsten, aber ich will da noch ganz viel ausprobieren, da ich es schön finde, dass man mit Smoothies auch so gut Sachen wie Möhrengrün oder Kohlrabiblätter verwerten kann – Dinge die sonst oft einfach im Müll landen. Meine bisherigen Smoothies haben mir deutlich besser geschmeckt, als ich zuerst erwartet hatte, daher bin ich im Moment top motiviert und freue mich jeden Tag darauf, den Mixer anzuwerfen.

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Schön finde ich auch, dass die Smoothie Challenge so kurz nach meiner Saft Challenge ansetzt. Mit der bin ich ja inzwischen durch und wollte auch noch ein kleines Fazit ziehen. Fest steht auf jeden Fall, dass ich frische und selbstgemachte Säfte liebe. Aber für jeden Tag wurde es mir gegen Ende dann doch fast zu viel. Säfte machen ist deutlich mehr Arbeit und Zeitaufwand als eben schnell einen Smoothie zu mixen. Alleine die Saftpresse danach wieder zu reinigen dauert deutlich länger, als den Mixer mal kurz auszuspülen, da es viele Teile sind. Zusätzlich bleibt bei Smoothies eben kaum Müll übrig, beim Entsaften hat man oft eine Menge Trester. Ich habe versucht, diesen immer mal wieder zu verwenden, was auch sehr gut klappt – heraus kam ja unter anderem der Möhrenkuchen – aber jeden Tag habe ich keine Verwendung für so viel Trester und selbst wenn hätte ich dafür gar nicht genug Zeit. Daher werde ich in Zukunft sicher regelmäßig, aber etwas seltener Saft machen und schon vorher überlegen, ob ich den Trester irgendwie verwenden kann. Jetzt gibt es eben eine Smoothie Challenge und ich kann mir gut vorstellen, dass ich im Anschluss deutlich regelmäßiger Säfte oder Smoothies, immer mal wieder im Wechsel, zum Frühstück machen werde.

Zur “Letsbesmooth2015″ Challenge gehört auch eine Runde Bewegung jeden Tag. Egal was, egal wie lange. Auch das wird mir zweifellos gut tun. Dadurch, dass ich meine Erkältung jetzt so lange mit mir herumgeschleppt habe und zeitgleich voll in der Prüfungsphase hänge ist das in den letzten Wochen zu kurz gekommen. Ich will wieder regelmäßig radeln, schwimmen und Yoga machen. Die ersten beiden Tage der Challenge fuhr ich Fahrrad, das mache ich im Alltag ja eh regelmäßig, gestern und heute gab es eine Runde Yoga. Gerade Yoga ist mir sehr, sehr wichtig, da ich es total gerne schaffen will, wieder zu einer regelmäßigen Praxis zurück zu finden – das tut mir einfach gut. Und meinem Rücken auch :D

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Mein letzter Vorsatz für die Fastenzeit ist das Konsumfasten. Dazu wurde ich von der Wölfin inspiriert, die auf ihrem Blog schon dazu berichtete. Ich habe zu viel Kram. Punkt. Und das bleibt auch so, auch wenn ich immer wieder ausmiste. Ich bin viel im Internet unterwegs und mehrmals täglich stolpere ich auf Blogs, Twitter oder sonstwo über Dinge, die ich schön finde und auch gerne hätte. Und viel zu oft gebe ich diesem Wunsch dann nach obwohl ich die Sachen gar nicht brauche. Ich kaufe zwar kein sinnloses Zeug, was nicht benutzt würde, aber trotzdem habe ich ja jetzt schon mehr als genug. Ich will also in der Fastenzeit versuchen, komplett ohne Konsum auszukommen. Das gilt für alle “Luxusartikel” wie Kleidung, Spiele, Comics, Bücher, Kosmetik (es sei denn ein Produkt wäre aufgebraucht und ich hätte wirklich keine Alternative mehr daheim) usw. Ich möchte die Zeit nutzen um mich mit dem zu beschäftigen was ich schon habe. Hier stehen noch mehr als genug ungelesene Bücher herum und auch Brettspiele, die ich noch nie gespielt habe (was allerdings eher daran liegt, dass die meisten Brettspiele heute so verdammt lange Anleitungen haben, dass ich das zeitlich einfach noch nicht geschafft habe). Ich habe genug und will jetzt mal probieren, wie das so klappt, wenn ich mir das wirklich mal konsequent verinnerliche. Ausgenommen sind natürlich Lebensmittel (wobei ich auch da versuchen will, möglichst viel von unseren Vorräten aufzubrauchen), Geschenke die ich noch kaufen muss oder andere Sachen, die einfach sein müssen. Zum Beispiel ging vor ein paar Tagen unsere Spülmaschine kaputt – natürlich kaufen wir dann das nötige Ersatzteil. Ich bin sehr gespannt, wie ich mit diesem Vorhaben zurecht kommen werde und wie es mir dann nach der Fastenzeit geht – ob sich mein Konsumverhalten dadurch dauerhaft ändern kann und ob ich nach der ganzen Zeit viele Dinge, die ich in den kommenden Wochen sehen, gerne haben aber dann auf die Wunschliste verbannen werde, überhaupt noch haben will oder ob sich dann vieles schon wieder erledigt hat und doch gar nicht so wichtig war.

Ich werde hier ab und zu kleine Updates geben und berichten, wie es mir mit meinem Fasten ergeht. Auf Facebook und Instagram werde ich noch regelmäßiger Smoothie Fotos und ähnliches teilen.

Hast du dir auch etwas zur Fastenzeit vorgenommen? Und wenn ja, was?

Habt ein schönes Wochenende!

7 Kommentare

  1. Ich find Smoothies mixen auch weit weniger aufwendig als entsaften. Der Vorteil beim Entsaften ist eindeutig das man auch unleckere Varianten eben schnell austrinken kann, dass fällt mir beim sämigen Smoothie deutlich schwerer ;).
    Bin gespannt wie deine Fastenzeit so läuft.

    Liebe Grüße,
    Karmi

    • romy zombiekatze sagt

      Haha! Ja da hast du recht. Beim Saft kann man sich auch mal die Nase zuhalten und das einfach hinter sich bringen.
      Aber Ziel ist es ja eigentlich, was leckeres zu bekommen^^ Es sei denn man macht Detox oder so und da “muss” das dann sein ;)

      Ich bin auch schon sehr gespannt, ob ich das alles so durchziehen kann!
      Liebe Grüße <3

  2. Ooooh ja. Der Konsum. Ich glaub ich spring noch schnell auf den Zug auf. Denn erst vor paar Tagen habe ich mir 2 Bodylotions gekauft weil ich mich nicht entscheiden konnte und eine davon eine limited edition war (Marketing funktioniert prima!). Jetzt weiß ich, dass ich eigentlich für die nächsten 2-3 Monate mindestens versorgt bin. Und im Nachhinein frage ich mich auch: warum hab ich überhaupt zwei gekauft??? Vielleicht sollte ich mir angewöhnen erst etwas nachzukaufen, wenn der Vorgänger leer ist. Und dann auch nur 1 Produkt und nicht gleich mehrere. Eigentlich voll die Luxusprobleme. Andere Menschen wissen nicht wie sie satt werden sollen und wir “fasten” Konsum. Verrückt.

  3. Ohh – die Let´s be smooth Challenge klingt prima – die würde ich gerne integrieren, denn Bewegung und Grün kann man stets gebrauchen.
    Schön, dass du mit machst! Wir schaffen das ;*

  4. Hallo!
    Finde ich ja schön, noch jemand, der sich von der Wölfin hat anstecken lassen :)
    Ich war auch sehr motiviert bei dem Gedanken, Konsum zu fasten (kannst ja mal auf meinem Blog schauen, ich werde deinen Weg auf jeden fall verfolgen!) und auch die Idee mit dem Smoothie finde ich super! Ich plane das direkt mal in meine nächste Woche ein :)

    Liebste Grüße
    Sarita

  5. Pingback: Schönes am Sonntag

  6. Kerstin sagt

    Die Smoothie Challange ist eine tolle Möglichkeit, mal wieder mehr Obst und Gemüse in den Alltag einfließen zu lassen, was (zumindest bei mir) leider manchmal zu kurz kommt. Darum habe ich mich der Sache jetzt, wenn auch verspätet, einfach mal angeschlossen ;) In der Hoffnung, es auch über die Fastenzeit hinaus beizubehalten.
    Mit dem christlichen Aspekt hinter der Fastenzeit kann ich auch nichts anfangen, aber halte es für eine gute Gelegenheit, sich mal wieder vor Augen zu führen, was man hat und was was braucht. Nicht nur im materiellen Sinne. Wobei man sich über sein Konsumverhalten etc. auch außerhalb der Fastenzeit hin und wieder Gedanken machen sollte.
    Alles in allem wieder ein sehr motivierender Beitrag, den du hier geschrieben hast!
    Viel Erfolg weiterhin beim Überstehen der Prüfungsphase und natürlich den Prüfungen ;)
    Liebe Grüße

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