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Haselnuss-Vanillekipferl und ein paar Last (Minute) Christmas Ideen

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Je älter ich werde, desto öfter erwische ich mich dabei, Sätze wie „Das Jahr ist mal wieder unglaublich schnell vergangen“ zu sagen. Was mir früher als Kind absolut unverständlich war – ein Jahr war eine halbe Ewigkeit – wird mir jetzt von Jahr zu Jahr stärker bewusst. Als (fast)Psychologin frage ich mich natürlich, warum das so ist? Denn die Zeit läuft ja nicht wirklich schneller oder langsamer (Ach? Danke für diese schlaue Erkenntnis), also muss es mit irgendwelchen Wahrnehmungsprozessen zu tun haben – finde ich sehr, sehr interessant, aber darum soll es heute gar nicht gehen. Eher darum, wie schnell auch dieser Advent wieder gerast ist. Heute Morgen habe ich das 20. Türchen meines Adventskalenders geöffnet (dieses Jahr habe ich übrigens den von der Vegan Box und kann ihn echt empfehlen, auch wenn selbstgemachte für mich nicht zu toppen sind) und mich gefragt, ob ich nicht gefühlt erst gestern Geburtstag hatte – doch es sind schon wieder 12 Tage vergangen und ich wollte doch eigentlich noch ein paar weihnachtliche Dinge hier auf dem Blog mit euch teilen. Also kommt jetzt ein Last-Minute Weihnachtsartikel mit einem Rezept für leckere, absolut Geschenk-taugliche Haselnuss-Vanillekipferl und ein paar weitere Tipps und Ideen für selbstgemachte, nachhaltige Geschenke fern ab von gedankenlosem Konsum.

Aber zuerst zeige ich euch noch meinen Adventskranz, den ich total liebe! <3 Natürlich werde ich all die Deko behalten und dann nächstes Jahr mal versuchen, selber einen Kranz zu binden und zu dekorieren.

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Haselnuss-Vanillekipferl

Vanillekipferl werden traditionell mit gemahlenen Mandeln gebacken – ich nehme in diesem Fall aber Haselnüsse – einfach, weil es genau so gut funktioniert und ich Haselnüsse liebe. Diese kleine Abwandlung hat gut geklappt und heraus kam dieses simple Rezept für etwa ein Blech voll Kipferl (bei mir waren es etwa 45 Stück)

Für den Teig:

  • 80g Dinkelvollkornmehl
  • 70 helles Dinkelmehl (ihr könnt den Teig natürlich auch komplett mit Vollkornmehl backen oder Weizenmehl nehmen, das ist letztendlich Geschackssache)
  • Das ausgekratzte Mark einer ganzen Vanilleschote (Trust me, das macht wirklich den Unterschied aus! Dieser fertig zu kaufende Vanillezucker ist meiner Meinung nach nix. Was noch ganz gut geht, ist selbst gemachter, der lange mit Schoten im Glas gelagert oder sogar mit ihnen vermahlen wurde – aber die Schoten sind unvergleichbar und lohnen sich wirklich – ich bestelle meine übrigens immer im Internet und zahle ca. 50 Cent pro Schote – das ist noch zu verkraften.)
  • 120g Alsan Margarine
  • 1 gestrichener Esslöffel Kartoffelmehl
  • 1 Prise Salz
  • 75g am besten frisch gemahlene (schmeckt einfach am besten!) Haselnüsse
  • 35g Puderzucker

Für das “Topping”:

  • Noch eine Vanilleschote
  • ~40g Puderzucker

Alle Zutaten für den Teig zusammen verkneten. Ich mache das mit den Händen, wenn ihr den Luxus einer Küchenmaschine habt, dann nehmt die. Aber auch mit den Händen ist das keine große Sache und in ein paar Minuten ist der Teig fertig und kann in eine Tupperdose gepackt werden (oder in Frischhaltefolie gewickelt werden, aber ich bevorzuge die Müll-freie Variante) und für eine Stunde im Kühlschrank schlafen.

In der Zeit kann man schon mal den Puderzucker für das Topping sieben und mit dem Mark der Vanilleschote gründlich verrühren.

Hat der Teig lange genug geruht, nehmt ihr euch immer ein Stückchen davon und rollt es, am besten auf einer bemehlten Unterlage zu langen „Würsten“, von denen ihr dann kleine Stückchen abschneidet und sie zwischen den Handflächen ebenfalls in „Würstchenform“ bringt und danach (z.B. mit Daumen und Zeigefinger) in die runde Kipferlform biegt. Die Kipferl landen dann alle auf einem Backblech (ich benutze immer Backpapier!) und kommen bei 175°C für etwa 12-13 Minuten bei Ober-&Unterhitze in den Ofen.

Wenn die Kipferl fertig sind, sollte man sie sofort mit dem Puderzucker-Vanille-Gemisch bestäuben. Ich mache das gerne mit einem sehr feinmaschigen Sieb. Danach kann man sich entweder direkt, wenn sie noch warm sind auf sie stürzen, weil sie natürlich genau jetzt am allerbesten schmecken und einfach darauf pfeifen, dass man gleich wahrscheinlich Bauchschmerzen haben wird. Man kann sie aber auch abkühlen lassen, in gut schließenden Tupper- oder Keksdosen aufbewahren und zu Weihnachten verschenken.

Das Formen der Kipferl ist ein wenig zeitaufwändig – ich hab´s mir dabei aber gestern Abend gemütlich gemacht und das Backblech einfach mit ins Bett genommen und dabei auf Netflix “Morgen Findus wird´s was geben” geschaut. :D Der Rest des Rezeptes ist aber super easy und man bekommt wirklich super leckere Kipferl dabei heraus, die durch den recht hohen Anteil an hochwertiger Vanille und die Haselnüsse wirklich ganz toll und intensiv schmecken.

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Weiter geht´s mit ein paar kleinen Ideen und Gedanken zu selbstgemachten Weihnachtsgeschenken, die wenig bis gar nichts kosten und vor allem mit Liebe gemacht sind.

Das DIY-Windlicht

Die Idee habe ich vor Monaten irgendwo im Internet aufgeschnappt – leider weiß ich nicht mehr, wo das war. Für dieses Windlicht braucht ihr nur eine ganze Menge kleiner dünner Zweige. Bei mir hier im Garten steht ein abgestorbener Busch, dessen Ästchen perfekt für diesen Zweck waren. Außerdem braucht ihr ein sauberes, leeres Einmachglas – wie groß das sein soll ist letztendlich egal – es hängt von eurem persönlichen Geschmack ab, wie groß ihr das Windlicht haben wollt. Ich habe ein Glas in der typischen „Honigglas“ Form verwendet, weil die eine recht große Öffnung haben, nicht zu hoch sind – und wir bei mir auf der Arbeit davon jede Menge rumstehen hatten. Dann braucht ihr noch ein relativ stabiles Gummiband und ein wenig Faden – in Farbe und Material eurer Wahl. Ich habe einfach Baumwolle zum Stricken genommen, die ich noch daheim hatte. Ihr könnt auch Geschenkbänder, Kordeln usw. verwenden. Die Länge der Zweige könnt ihr selbst bestimmen, ich finde es schön, wenn sie etwas länger sind, als das Glas hoch ist – so sieht man von dem Glas am Ende wirklich nicht mehr viel – sie außerdem alle etwa die gleiche Länge haben und vor allem aber auch nicht zu lang sind. Denn wenn die Äste sehr weit über das Glas hinaus ragen, wird es irgendwann schwer, die Kerze hinein zu setzen, ohne die Äste zu verbrennen.

Ihr nehmt also das Glas, setzt das Gummiband um die Mitte des Glases herum und beginnt, eure kleinen Zweige unter das Gummiband zu schieben und sie nach und nach nebeneinander zu setzen, bis irgendwann das ganze Glas von den kleinen Zweigen bedeckt ist und diese immer noch von dem Gummiband fest gehalten werden. Man kann jetzt einfach die Kordel, oder was auch immer man nimmt, um das Glas wickeln und zum Beispiel zu einer Schleife knoten – und das Gummiband danach entfernen. Da ich aber etwas mehr Stabilität wollte, habe ich das Gummiband einfach auf dem Glas gelassen, es aber mit der Wolle verdeckt.

Und schon ist euer Windlicht fertig, welches im Prinzip nichts kostet, da man nur Dinge braucht, die man in der Natur sammeln kann bzw. sich in fast jedem Haushalt finden lassen. Man muss natürlich mit dem trockenen Holz ein wenig vorsichtig sein, wenn man Kerzen in das Glas setzt, aber ich gehe mal davon aus, dass ihr alle wisst, wie man mit Kerzen und Feuer umzugehen hat ;)

2015-11-17

Ich mag den Kerzenschein, der durch die Äste des Windlichts fällt so gerne – für mich passt es wunderbar in diese schöne, ruhige, dunkle Zeit – und es ist ein wirklich hübsches, liebevolles Geschenk. Verzeiht mir übrigens bitte das schlechte Foto – ich habe das Windlicht schon vor etwa einem Monat gebastelt und es meinen Eltern geschenkt – damals hatte ich nicht daran gedacht, dass es mal in einem Blogartikel landen könnte und mich nicht um ein gutes Foto bemüht. Aber ich denke, das kleine Handyfoto reicht, um eine Idee von der ganzen Sache zu bekommen.

Geschenke selber basteln – Zwei Buchtipps

Wenn ihr genau wie ich Spaß daran habt, für Freunde und Familie Geschenke selber zu basteln oder backen, dann kann ich euch die folgenden zwei Bücher wirklich sehr ans Herz legen.

Schon letztes Jahr habe ich mir “Vegane Geschenke aus meiner Küche” von Joni Marie Newman gekauft. In dem Buch findet ihr so ziemlich jede DIY Geschenkidee, die ihr euch vorstellen könnt. Da ist von selbstgemachten Keksen oder Crackern über Liköre, Saucen oder Salsa, Gewürz- oder Backmischungen wirklich alles dabei. Das Buch ist auch nicht explizit auf Weihnachten ausgelegt, so dass sich alle Geschenke natürlich super das ganze Jahr über für so ziemlich jeden Anlass eignen. Ich finde in diesem Buch immer wieder tolle Inspirationen und Anregungen und kann es euch wirklich ans Herz legen, wenn ihr gerne selbstgemachtes schenkt.

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Ein weiterer Buchtipp von mir ist „Mein veganer Adventskalender“ von der lieben Franzi. Sie hat mir vor einigen Monaten netterweise ein Rezensionsexemplar zugeschickt. Darin finden sich nicht nur viele schöne Ideen für selbstgemachte Geschenke wie z.B. die Schokolöffel, die man in heißer Pflanzenmilch auflösen kann und welche ich schon vor einer Weile zum verschenken nachgemacht habe. Es gibt auch tolle Rezepte für traditionelle Weihnachtsleckereien wie Stollen und mehrere zusammengestellte Weihnachtsmenüs. Auch dieses Buch kann ich euch sehr ans Herz legen, wenn ihr (gerade in der Weihnachtszeit) Geschenke lieber selber macht, als in die überfüllte Innenstadt zu rennen und dort irgendwas zu kaufen.

Nachhaltige Weihnachten – ein bisschen Linkliebe

Zum Schluss noch ein paar Links zu Seiten oder Artikeln, welche sich mit dem Thema nachhaltige Weihnachten befassen und welche ich in letzter Zeit sehr gerne gelesen habe.

10 Last-Minute Tipps für ein stressfreieres und umweltfreundlicheres Weihnachtsfest – bei Wastelandrebel (ganz toller Blog!)

Zeit statt Zeug – schöne Geschenkideen, bei denen es darum geht, eben nicht noch mehr zu konsumieren, sondern Zeit miteinander zu verbringen. Ich bin (noch) nicht so minimalistisch, dass ich komplett auf materielle Geschenke verzichten würde, aber ich versuche schon, immer mehr Sachen selber zu machen und immer öfter auch immaterielle Geschenke zu finden. Für Felix gibt es dieses Jahr beispielsweise tatsächlich Gutscheine für gemeinsam verbrachte Zeit – bei einem Konzert und in einem schönen Restaurant. Er ist da eh viel, viel minimalistischer als ich und wünscht sich das auch genau so :)

Was kostet Weihnachten? - Eine kleine feine Seite mit ein paar Gedanken und Fakten zu dem Thema

Naturkinder - ein ganz wundervoller Blog, den ich sehr gerne lese. Hier findet man viele tolle Inspirationen für selbstgemachtes, oft aus Naturmaterialien – und so vieles davon wirklich perfekt als Geschenk :)

Und damit wünsche ich euch einen wunderschönen vierten Advent und nebenbei ein frohes Yule Fest. Habt eine schöne Weihnachtszeit! <3

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