Backen, Rezepte
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Faultierbrötchen

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Die einfachsten Brötchen der Welt. Und dazu natürlich noch vegan und Zero Waste freundlich (sprich: Alle Zutaten sind theoretisch verpackungs- oder zumindest plastikfrei erhältlich).

Diese Brötchen sind eine Abwandlung meines Faultierbrotes, welches ich seit mittlerweile mehreren Jahren immer wieder backe, weil es einfach so schnell geht und gleichzeitig so lecker wird. Die Brötchen unterscheiden sich von meinem Brotrezept eigentlich nur in der Wassermenge. Ich glaube, das Brot habe ich tatsächlich auch noch nicht verbloggt. Wird bald nachgeholt

Die Art von Rezept für Menschen, denen Brote und Brötchen vorher immer misslungen sind – dieses Rezept ist so einfach, ihr müsst dafür nicht mal vom Baum runterklettern, es lässt sich auch kopfüber vom Ast hängend in wenigen Minuten auf´s Blech hauen.

Wir brauchen:

  • 500g Mehl. Ich empfehle 250g Vollkornmehl und 250g etwas helleres Mehl – reines Vollkornmehl ist für die Hefe schwerer “anzuheben”. Aber ganz nach Faultiermanier könnt ihr das eigentlich auch machen, wie ihr wollt. Ihr könnt auch nur Vollkornmehl nehmen oder nur helles. Und es geht eigentlich auch jede zum Brotbacken gängige Getreidesorte. Dass sich durch Variationen hier letzlich auch Geschmack und eventuell auch Konsistenz und Wassermenge ändern können, ist vermutlich klar.
  • 10g Salz
  • 1 Päckchen Trockenhefe. (Ich nehme sonst immer frische Hefe, das geht bestimmt auch. Im Bioladen gibt es die in Papier verpackt. Dort kam ich aber gestern morgen als ich backen wollte gerade nicht hin und die in Alufolie(?) verpackte konventionelle wollte ich nicht kaufen. Trockenhefe hatte ich noch da. Die ist nur in meinem Bioladen in Papier verpackt und ohne Plastikumverpackung.)
  • 1-2 TL Zucker/Agavendicksaft oder irgendwas anderes aus Zucker
  • 1 EL Weißweinessig
  • Samen/Körner/Nüsse/Flocken nach Wahl. Die Menge ist euch überlassen, ihr solltet halt nur nicht damit eskalieren. Ich hatte dieses Mal nur ein paar Chiasamen.
  • Etwa 350ml warmes, nicht heißes! Wasser. Je nachdem, was für Mehl ihr wählt, müsst ihr eventuell mehr oder weniger nehmen.

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Die Hefe mit dem Zucker im Wasser auflösen und das Gemisch ca. 5 Minuten stehen lassen. In der Zeit könnt ihr den Rest vorbereiten oder, falls ihr ein Faultier seid, schlafen.
Mehl, Salz und Flocken/whatever und Essig in einer Schüssel mischen und die Hefe-Flüssigkeit hinzugeben. Alles mit einem Löffel 1-2 Minuten zu einem Teig verrühren. Er sollte am Ende noch leicht klebrig, aber auf keinen Fall zu flüssig sein.
Nehmt euch ein Backblech mit Backpapier oder fettet es ein. Formt aus dem Teig kleine Kugeln. Bei mir wurden es 8 Stück. Sie sollten einfach einigermaßen gleich groß sein, aber ihr müsst keine Wissenschaft daraus machen. Am besten streut ihr euch in eine Ecke des Blechs ein wenig Mehl und wendet die Kugeln noch mal darin, dann könnt ihr sie jeweils noch mal kurz kneten und dann einfach in eine Brötchen-ähnliche Form bringen – ich hab sie einfach relativ rund, aber nicht zu hoch gemacht. Verteilt die Brötchen gleichmäßig auf dem Blech und schiebt es dann in den faultiermäßig nicht vorgeheizten Ofen. Stellt den Ofen auf 200 Grad Celsius und Ober- & Unterhitze und lasst die Brötchen, je nachdem wie flott euer Ofen ist, 25-35 Minuten backen. Mein Ofen ist schon etwas älter und hat nicht so viel Power, er hat 35 Minuten gebraucht. Wenn die Brötchen fest sind und hohl klingen, wenn ihr auf die Unterseite klopft, sind sie fertig.

Das ging doch jetzt wirklich schnell und einfach oder? Kein großes “Teig kneten, Teig ruhen lassen, wieder kneten, wieder ruhen lassen” und kein “Backofen vorheizen”. Fauler geht´s nicht mehr!

Ich esse die Brötchen am liebsten mit Avocado und etwas Kräutersalz, aber da passt wirklich alles zu. Also ab in die Küche und Guten Appetit!

 

8 Kommentare

  1. Das ist ein tolles Rezept, muss ich dringend ausprobieren.
    Beim backen bin ich auch total faul aber ich hätt auch gern mal ne Semmel oder so…
    Da bietet sichd ja echt an!
    LG Motte

  2. Das Rezept klingt super!
    Ich habe eines, wo man den Teig am Vorabend fertig stellt, so kann ich am Sonntag dann schnell die Brötchen formen und sie kommen relativ schnell auf den Tisch. Aber dein Rezept finde ich auch klasse, vor allem wenn man Abends mal auf die Idee kommt Brötchen essen zu wollen ;-)
    Ich probiere das Rezept gerne aus. Also Danke fürs teilen.

    Liebe Grüße
    Mel

  3. LisaMarie sagt

    Ich hab die Brötchen gestern gebacken. Mein Mann war begeistert! :)

  4. Pingback: Seitan Aufschnitt / Bratenrolle aus dem Glas [Vegan und Zero Waste-friendly] | Vegan Witch

  5. M sagt

    Liebe Romy,
    Vielen Dank für dieses Rezept, hab sie heute gleich probiert und sie sind total gelungen!
    Liebe Grüße, M

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