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VEGAN BRUNCH: Kartoffelbrot, BBQ Tempeh, Pancakes und Hafer-Mandelmilch

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Frühstück ist die beste Mahlzeit des Tages wenn ihr mich fragt! Ich könnte auch 3x am Tag frühstücken und dafür Mittag- und Abendessen ausfallen lassen. Klar, dass ich dementsprechend gerne brunche und üppig gedeckte Frühstückstische mit frischem Saft, Brot, Obst und Aufstrichen liebe. Sich morgens nicht hetzen zu müssen, sondern Zeit zu haben, beim Frühstück zu plaudern und Musik zu hören ist für mich ganz viel Lebensqualität und ich starte gleich drei Mal so fröhlich in den Tag.

Da ich für heute mal wieder so einen Mini-Brunch (wir sind ja nur zu zweit und essen auch so schon mehrere Tage an den Sachen) vorbereit habe, dachte ich, ich lasse euch einfach mal an den Sachen, die ich für heute gemacht habe teilhaben. Vielleicht habt ihr Lust, etwas davon nachzukochen. Alle Gerichte sind natürlich potentiell Zero Waste friendly <3

Auf unserem Frühstückstisch fanden sich heute also:

Hafer-Mandelmilch

Ich bin ja ein riesiger Hafermilch Fan, aber auch diese Kombination ist wirklich toll. Während die meisten reine Mandelmilch ja unheimlich lieben, mag ich sie meistens nicht so gerne. Sie schmeckt mir einfach zu sehr nach Mandeln, ich habe dann immer diesen “Amaretto”-Geschmack im Mund und das ist gar nicht meins. Aber in dieser Kombination mit Hafer finde ich die Mandeln wirklich super, beides ergänzt sich sehr schön.
Die Milch ist außerdem super schnell zu machen und theoretisch natürlich auch Zero-Waste geeignet. <3

Für einen Liter Milch brauchen wir: 
50g Mandeln
75g kernige Haferflocken
1 Prise Salz
1/2 TL Sonnenblumenöl
1 TL Agavendicksaft
1 Liter Wasser

Die Mandeln über Nacht oder zumindest 3-4 Stunden in Wasser einweichen lassen. Das Wasser abgießen und die Mandeln mit dem frischen Liter Wasser und allen anderen Zutaten in einen Standmixer geben und noch wenige Minuten stehen lassen, bis sich die Haferflocken ein wenig vollgesogen haben. Alles gründlich und fein pürieren.

Die Milch filtern. Ich nehme dazu ein feines Sieb, ein Mulltuch oder ein Wäschenetz. Klappt alles gut, aber mit Tuch oder Netz bekommt man noch etwas mehr Flüssigkeit aus dem Trester gepresst und er ist am Ende etwas trockener. Den Trester kann man noch wunderbar weiter verwenden. Ich habe damit diese Woche Cookies gebacken – das Rezept folgt bald. Ihr könnt den Trester ansonsten auch einfach ins Müsli mischen oder erst mal einfrieren bis ihr Verwendung dafür habt. Die fertige Milch in Flaschen füllen und ihm Kühlschrank aufbewahren. Da die Milch nun quasi rohköstlich ist, würde ich sie nicht zu lange stehen lassen, sondern sie eher nach Bedarf zubereiten. Gut 2 Tage waren da aber bei mir bisher kein Problem.

Rustikales Kartoffelbrot mit Vollkornmehl

Ich erwähnte es ja bereits – ich bin zur Zeit im Backfieber und schiebe ein Brot nach dem anderen in den Ofen. Dieses machte ich vergangene Woche schon ein mal und wurde direkt nach dem Rezept gefragt – es war auch wirklich verdammt lecker. Also habe ich es nun noch mal gemacht und mir das Rezept für euch notiert.

Für einen Laib Brot brauchen wir
250g Kartoffeln, gekocht und (zumindest auf lauwarm) abgekühlt
300ml Wasser
~600g Vollkornmehl (wie viel ihr genau braucht, hängt von der Mehlsorte und auch von den Kartoffeln ab. Ich starte bei diesem Teig bei 500g und gebe dann nach und nach mehr Mehl beim kneten dazu, bis der Teig nicht mehr klebt)
1 Päckchen Trockenhefe
15g Salz
Nach belieben Nüsse oder Körner (Ich hatte dieses Mal etwa 100g Kürbiskerne)

Mehl, Kerne, Salz und Trockenhefe in einer Schüssel mischen. Die Kartoffeln mit dem Wasser im Mixer oder mit einem Pürierstab pürieren und zu den trockenen Zutaten geben. Mit einem Löffen grob verrühren und dann mit den Händen mehrere Minuten zu einem nicht mehr klebrigen Teig kneten. Diesen dann zu einem Laib formen, ein paar mal mit einem Messer leicht einschneiden, auf ein Backblech geben, mit einem Tuch abdecken und den Teig mindestens 2 Stunden – wenn ihr es in der Frühe etwas eiliger habt aber auch gerne über Nacht gehen lassen. Den Backofen auf 225 Grad Celsius vorheizen und eine hitzefeste Schale mit Wasser mit in den Ofen stellen. Der Wasserdampf sorgt für eine schöne Kruste. Das Brot etwa eine Stunde lang backen und etwa 20 Minuten vor Ende der Backzeit die Temperatur auf 180 Grad reduzieren. Jeder Ofen ist anders, also verlasst euch nicht zu sehr auf diese Angaben. Das Brot ist fertig, wenn es eine schöne Kruste gebildet hat und beim Klopfen auf die Unterseite leicht hohl klingt.

Und schon ist das Brot fertig – lasst es am besten auf einem Rost abkühlen.

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BBQ Tempeh

Dieser marinierte Tempeh erinnert mich an meine Anfangszeiten als Veganerin. Damals besuchte ich mehrere Male den veganen Brunch im Trash Chic, dort gab es immer einen super, super leckeren marinierten Tempeh. Den habe ich hiermit versucht nachzumachen. Da Tempeh mit Zero Waste Einkaufsgewohnheiten schwierig zu bekommen sein dürfte (ich habe meinen über Foodsharing bekommen und somit vor einem traurigen Ende in der Mülltonne gerettet) könnt ihr natürlich auch selbst gemachten Seitan oder Tofu verwenden.

Um einen Block Tempeh zu marinieren brauchen wir:
3 EL Öl
1 TL geröstetes Sesamöl
1 EL Sojasauce
3 EL Ketchup 
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer, BBQ Gewürz, Curry, Muskat und geräuchertes Chili Pulver nach Gusto

Das Öl in einem kleinen Topf erwärmen und die grob zerkleinerten Knoblauchzehen eine Weile darin “köcheln” so dass sie ihren Geschmack ans Öl abgeben. Die Hitze reduzieren und die übrigen Zutaten einrühren und alles zu einer Marinade mixen. Den Tempeh in Scheiben schneiden und diese mit der Marinade vermischen. In einer Dose für eine Weile ziehen lassen.
Danach bei geringer Hitze langsam von beiden Seiten in einer Pfanne anbraten.

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Jeder gute Brunch braucht auch etwas für den süßen Zahn. Diese Pancakes sind super lecker und unglaublich einfach und schnell zuzubereiten.

Breakfast Pancakes

Für etwa 4 kleine Pfannkuchen
125g helles Mehl
250g Pflanzenmilch
2 EL Rohrzucker oder Agavendicksaft (optional weglassen, wenn es zuckerfrei sein soll)
1 Prise Salz
1-2 EL Haferflocken
Öl zum ausbacken
Äpfel oder Blaubeeren

Mehl, Milch, Zucker, Salz und Haferflocken zu einem Teig rühren und kurz ruhen lassen.
Blaubeeren bereitstellen bzw. Äpfel in dünne Scheiben schneiden.

Etwas Öl (ich nehme da gerne Kokosöl) in einer Pfanne erhitzen und ein wenig Teig hineingeben. Dann sofort ein paar Apfelscheiben oder Blaubeeren in den Teig drücken und den Teig sobald er von der einen Seite fertig ist wenden und zu Ende backen. Schmeckt pur wunderbar wie auch kalt, man kann ihn aber auch mit Zimt und Zucker, Ahornsirup, Schokocreme oder noch mehr Obst servieren.

Diese vier Gerichte sind alle gut am Vorabend vorzubereiten und kosten dadurch am Ende gar nicht so viel Zeit und Mühe. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei und mit etwas Obst oder rohem Gemüse, Aufstrichen, vielleicht einer Avocado, Tee oder frischem Saft abgerundet habt ihr den perfekten Sonntagsfrühstückstisch gedeckt, zu dem man auch super FreundInnen einladen kann.

Lasst es euch schmecken!

2 Kommentare

  1. Wow, was für ein leckeres Frühstück :3
    Ich finde Frühstücken auch klasse, nehme mir aber leider viel zu selten Zeit für ein richtig ausgedehntes Frühstück. Schade eigentlich…
    Das Kartoffelbrot macht mich gerade total an – muss ich bei Gelegenheit mal ausprobieren :)

    Liebe Grüße und einen schönen Restsonntag.
    Jacy

  2. …ach hätt ich doch gern mehr Zeit für ein tolles Frühstück!

    Wenn ich deine Fotos & deine Rezepte so lese krieg ich richtig Lust auf ein selber gebackenes Brot <3

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